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Unser Marktplatz im Wandel der Zeit
Wir greifen einfach in unser digitales Archiv und werden ganz schnell fündig! Hier der Beitrag aus dem letzten Jahr zu dem immer wieder beliebten Thema: UNSER MARKTPLATZ.

Gestern noch tumultartige Action im Sitzungssaal des Rathauses und heute kümmern wir uns um den Marktplatz ... mal wieder ... so alle 7 Jahre oder wie?
Für die Planer und Umstrukturierer der Stadt sind wir ins Archiv gegangen und haben Bilder aus den letzten 70 Jahren gesichtet. Diese dürften vielleicht als Grundlage dienen, wie man den Marktplatz so beleben könnte das er wirklich, also wörtlich genommen, wirklich noch mehr hergibt, als zum jetzigen Zeitpunkt!

Zur Geschichte folgende interessante Informationen:
Geplant wurde der Borkener Marktplatz von Rudolf Wolters (* 3. August 1903 in Coesfeld; † 1. September 1983). Er war ein deutscher Architekt und Stadtplaner. Er gehörte der Albert Speer unterstehenden Behörde Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt und dem Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte an.
Die Nähe zu Albert Speer, zu den Nazis und insbesondere seine bis an Lebensende treue Haltung zu diesen wird auch in der Dokumentationsfilmreihe "Speer und Er" aufgezeigt. Er wird dort als Nationalist beschrieben, der die Verbrechen und negativen Folgen des Nationalsozialismus ausgeblendet und stattdessen die positiven Leistungen hervorgehoben habe.
Somit ist auch die Optik des Borkener Marktplatzes verständlich, wenn man die Städteplanung der Nazis als Grundlage nimmt: Platz für Aufmärsche ala Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
Doch das ist Vergangenheit!
Was wollen wir eigentlich in Zukunft auf dem Marktplatz?
Erstmal ein Treffpunkt für alle zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der zentrale Anlaufpunkt für alle die ihn kennen und auch für die, die erstmalig in Borken sich treffen.
Unser Marktplatz ist dafür bestens geeignet.
Von der Mühlenstrasse, von der Wilbecke, von der Brinkstrasse, vom Neutor, von der Goldstrasse, egal von wo, er ist zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit dem Auto und mit dem Buss erreichbar. Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe oder maximal 2 Gehminuten entfernt.
Was wollen wir mehr?
Unser Markplatz:
Treffpunkt für alle Marktbeschicker, Wochenmarkt oder Krammarkt,
Treffpunkt für zig Events im Jahr, Stadtfest, Westfalenmarkt, Oldtimer-Meeting, IAA-Nachlese, Borken Thats Life, Konzerte, City-Lauf, Streetsoccer, Schützenfest , Blumenmarkt, Umweltmarkt, Holztage und und und.
Was wollen wir denn noch mehr?
Jetzt mal wieder back to the roots? Wird das Rad neu erfunden?
Liebe Planer und Ratsherren, nehmt das Geld und steckt es in die Kindergärten, Schulen und fördert die Sportvereine, da ist es dreimal besser angelegt als bei irgendwelchen Planungsbüros. Denn die Zukunft sind unsere Kinder und nicht die Wasserspielchen.
Bürgerversammlung zur Marktplatzbebauung
Borken/Vennehof. Die ITG Investor Gesellschaft und die Stadtverwaltung von Borken hatten die Bürger zum Thema Marktplatz-Bebauung zu einem Info-Abend in die Stadthalle im Vennehof eingeladen ... und viele Interessierte sind diesem Aufruf gefolgt.
Dank multimedialer Möglichkeiten wurde das Konzept sehr gut bebildert und 3-D animiert präsentiert, sodaß sich auch der Laie gut vorstellen konnte, was da auf Borken zukommt. Eine 18 monatige Baustelle im Herzen von Borken wird zu ertragen sein. Das Ergebnis soll dann viele Menschen nach Borken zum Shopping locken, 1200 Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Kaufvergnügens bieten dem Kauflustigen Raum und Gelegenheit das zukünftig neu geschaffene Angebot ausgiebig zu nutzen.
Das Baukonzept der ITG stand nach der 1-stündigen Präsentation dem Auditorium zur Diskussion. Ein Anfang war gemacht und bildete nun die Grundlage für eine fast konstruktive Debatte bzgl des Pro und Contra der Marktplatz-Bebauung. Neben dem zu erwartenden "gefällt mir", oder ist nett, schön, nö ... mag ich gar nicht, früher war alles aus Holz, gab es auch die sachlichen Argumente zum Projekt:
Was ist mit den grossen Events auf dem Marktplatz?
Citylauf, Schützenfest, Stadtfest, Thats-live, Krammarkt, Konzerte etc.pp.
Von musikalischer Seite kam der Einwand, das der Markplatz in der Ist-Situation dringend verbessert und baulich verändert werden muss, damit die Bands vor vollem Haus und nicht vor halbleerem Marktplatz ihr Shows zeigen können. Andere sehen neben den o.g. Gross-Veranstaltungen nur gähnende Leere an vielen Tagen. Der Wochenmarkt hat wenig Flair, da ging man lieber nach Bocholt.
Was ist mit dem Riegel Hollstegge/Bossmann/IhrPlatz. Wech damit? Freien Blick aufs Mittelmeer, bzw. auf unsere St. Remigius-Kirche.
Womit bitte soll denn nun gestartet werden? Erst der Riegel, dann der Neubau? Die Lösung wurde nicht an diesem Abend aus dem Hut gezaubert. Das war auch nicht die Absicht, sicherlich ging es erstmal um die Sondierung der Stimmung. Ob Sonne oder Regen ... man ist dagegen. Doch deutlich zu erkennen war der Tenor, das was passieren sollte, die Grundlage ist geschaffen, ein Investor ist bereit, dieses Projekt zu realisieren. Nun geht es um weitere Schleifarbeiten am Modell der ITG, sodass ein für alle tragbarer und zukunftsorientierter Kompromiss gefunden wird, der die Visionen eines bebauten Marktplatzes mit dem nötigen Freiraum für die beliebten Events in Borken Realität werden lässt. Packen wir es an, damit sich was dreht und bewegt!
Die Pics des Abends für die Geschichtsbücher in unserer Gallery ... klick the Pic!
Arbeitskreissitzung „Marktplatz“ am 23.09.08
Am Dienstag dieser Woche trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises „Marktplatz“ zu ihrer ersten Sitzung im Rathaus. Der Einladung der Stadt waren Vertreter des Webekreises, des Stadtmarketingvereins, der Marktbeschicker, des Heimatvereins, der Marktplatzanlieger und Vertreter aller politischen Parteien und Gruppierungen im Borkener Rat gefolgt.

Zunächst hatten der Landschaftsgärtner Peter Rudolf und der Landschaftsarchitekt Dietmar Hoffjann die Gelegenheit ihren Plan für den Marktplatz ausführlich vorzustellen (BZ berichtete). Stadtplaner Hubert Effkemann stellte kurz noch einmal die Planungen des Club L 94 vor und machte die Unterschiede deutlich. Statt eines Fontänenfeldes soll nach den Vorstellungen von Rudolf und Hoffjann eine Markthalle den Platz in zwei Bereiche teilen. Das Zelt müsse dann vom Marktplatz entfernt und möglicherweise im Park aufgestellt werden. Ebenso solle die sogenannte Empore, also der mit der Stufenanlage abgegrenzte höher liegende Teil des Marktplatzes, auf ein Niveau mit der übrigen Fläche gebracht werden.

Im Verlauf der sehr sachlich geführten Diskussion waren die Teilnehmer sich einig, auch künftig vom Marktplatz und nicht vom Parkplatz im Zentrum der Stadt zu sprechen. Absicht sei es insgesamt zwischen 20 und 25 Auto-Stellplätze auf dem Marktplatz für Kurzzeitparker anzubieten. Die eventuell probeweise einzurichtenden Parkplätze sollten dieses Kontingent auch nicht überschreiten. Eine Überfahrung und damit eine Querung des Marktplatzes durch den Pkw-Verkehr wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Idee der Markthalle wurde ebenso positiv aufgenommen, wobei Wert auf die Feststellung gelegt wurde, dass es sich bei diesem Gebäude aus Stahl und Glas nicht zwangsläufig um eine Markthalle handeln müsse. Eine gastronomische, touristische oder auch sonstige gewerbliche Nutzung sei ebenso denkbar.

Einhellig begrüßt wurde die vom Heimatverein vorgeschlagene Installierung einer Infosäule. Die von beiden Planungsteams vorgeschlagene Umrahmung des Marktplatzes mit Bäumen bzw. Sträuchern wurde ebenso positiv bewertet.

Mit einem offenen Ergebnis wollen nun die Teilnehmer in ihre jeweiligen Organisationen und Institutionen ein Meinungsbild erfragen, um dieses dann in einer weiteren Arbeitskreissitzung abschließend zu diskutieren. Vorgesehen sei dann eine möglichst einvernehmliche Beschlussempfehlung an die politischen Gremien der Stadt.
Marktplatz-Initiative 2008 ... da geht was!?
Die Gemeinschaft der Borkener Geschäftsleute (ca. 90) haben das Motto "I can ... you can ... Bor can" direkt umgesetzt und angepackt, in dem Sie den Gartenbaumeister Peter Rudolf (Borken) und den Landschaftsarchitekten Dietmar Hoffjahn (Raesfeld) mit einer Planung für einen Marktplatz inkl. Parkmöglichkeiten beauftragten.
Wie diverse Printmedien (BZ & MAZ) bereits im Vorfeld zu diesem Thema berichteten, lud die Gemeinschaft der Geschäftsleute zu einem Infoabend in die Galerie Siebelt ein. Neben den fachlich kompetenten Planern waren unter den geladenen Gästen Alfons Thesing (Heimatverein Borken), Stephan Klaus (Borken Marketing e.V.), div. Vertreter der CDU Borken, der UWG und selbstredend interessierte Bürger der Stadt vor Ort, um die Planung dargestellt und diese auch direkt von den Urhebern erklärt zu bekommen.
Leider hatten Bürgermeister Rolf Lührmann und der technische Beigeordnete Norbert Höving den Initiatoren kurzfristig schriftlich abgesagt und verpassten die Ausführungen der Planer Peter Rudolf und Dietmar Hoffjahn.
Inwieweit nun dieser Vorschlag zu realisieren ist, wird sicherlich nicht in Kürze beantwortet werden können. Der Plan soll als weitere Variante zu den bereits bekannten Vorschlägen des Büros Club L94 aus Köln gesehen werden und vielleicht die Park & Buy Situation auf dem Borkener Marktplatz Wirklichkeit werden lassen. Die Begrünungsvorschläge der Planer werden sich sicherlich an den Gegebenheiten im Untergrund orientieren müssen, jedoch sind bestimmte Ansätze äusserst gelungen und lobenswert, wie zum Beispiel eine Boulebahn mit dementsprechender Ruhezone und der adäquaten gastronomischen Ergänzung. Das Gefühl von Urlaubsstimmung auf unserem Marktplatz wäre sicherlich ein positiver Effekt!
Vive la vie ala Borken, a la Carte ... i can .. you can ... Bor ey can.
Harren wir der Dinge, die da kömmen mögen. (siehe Aktion runder Tisch Text unten). Kurz: Schaun wer mal.
P.S.: Trotz Fotografierverbot ist es uns gelungen, ein Bilddokument der öffentlichen Versammlung zu machen.
Nicht Markus-Platz sondern Marktplatz!
So siehts aus im Rathaus, bzw. im Ratssaal wenn es um die wichtigen Dinge unseres alltäglichen Lebens in Borken geht.
Ein "Volksbegehren" war das Hauptthema (14.08. 17:00) im grossen Sitzungssaal unseres Borkener Rathauses. Das Begehren von über 90 Kaufleuten, die direkt oder indirekt durch die jetzige infrastrukturelle Situation im Herzen von Borken, den Mittelpunkt des alltäglichen Lebens, unserem Marktplatz, leiden müssen:
No Parking & No Shopping, das ist das Dilemma, das ist die aktuelle Diskussion, die nun seit Wochen, Monaten, Jahren immer wieder die Gemüter der Betroffenen erregt. So auch am gestrigen Abend, hüben wie drüben, CDU, SPD, FDP und UWG und natürlich die Vertreter der Kaufmannschaft diskutierten im Planungsausschuss über den Vortrag des Landschaftsarchitekten Burkhard Wegener vom Büro Club L 94.
Diverse Anträge, wie der von Bürgermeister Rolf Lührmann, einer Bürgerversammlung, wurden von CDU und UWG abgelehnt, und der von der stellvertretenden Bürgermeisterin Marie-Luis Ebbing in Form eines Bürgerentscheides zur Parkplatzfrage, ebenso.
Geblieben ist ein "runder Tisch", ein so genannter Arbeitskreis mit Vertretern der Kaufmannschaft, des Stadtmarketing- und Heimatvereins sowie den wirklich betroffenen Kaufleuten, der nun noch zu gründen ist.
Hier ein paar Pics aus dem Ratssaal, damit Sie sich ein Bild machen können, von der Situation vor Ort. Die vom Marktplatz können Sie ja bei Borken-Live sehen: Der Marktplatz 1945 - 2008.
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Orkan Friederike zu Gast in Borken
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